Sattlermuseum Winklmayr
Drei Jahrhunderte Sattlerhandwerk in den ehemaligen Pferdestallungen der k.u.k. Poststation am Kaiser-Josef-Platz in Wels. Gesammelt von Sattlermeister Georg Winklmayr, zehnte Generation.
Bekannt aus
OÖ Nachrichten · Tips · MeinBezirk · Stadtmuseum Wels, Ausstellung „Hautnah“ 2017
Die Sammlung
Werkstatt und Maschinen
Nähmaschinen, Pressen und handbetriebene Lederbearbeitungsmaschinen aus zwei Jahrhunderten, dazu die alten Werkzeugtafeln. Hier sieht man, wie viel Handarbeit in einem einzigen Sattel steckt.
Geschirr und Kummet
Als in Wels noch die Kutschen fuhren, lebte jede Sattlerei vom Pferdegeschirr. Kummete, Zaumzeug und Brustblattgeschirre zeigen, wie viel Wissen über Pferd und Leder in einem einzigen Stück steckt.
Koffer und Taschen
Reisekoffer, Arztkoffer und Jagdfutterale erzählen, wie das Handwerk mit der Zeit ging: vom Pferdegeschirr zur Reisetasche. Genau dort arbeitet die Familie Winklmayr bis heute.
„Manchmal sitze ich bis in die Nacht hinein im Museum und freue mich über das, was ich hier hart erarbeitet habe.“
Georg Winklmayr, Sattlermeister in zehnter Generation
Der Sammler
Georg Winklmayr ist Sattlermeister in zehnter Generation und hat ein Leben lang gesammelt, was andere längst weggeworfen hätten: Nähmaschinen von Dachböden, Kummete von aufgelassenen Bauernhöfen, Werkzeug aus Werkstätten, die niemand mehr weiterführen wollte. Aus dieser Leidenschaft ist das Sattlermuseum entstanden. Wer ihn hier trifft, bekommt keine Führung nach Plan, sondern Geschichten. Zu fast jedem Stück weiß er, woher es kommt und wer damit gearbeitet hat.
„Eine alte Nähmaschine wirft man nicht weg. Man ölt sie, setzt sich davor und hört zu, was sie erzählt.“
Georg Winklmayr
Seit 1667
Die älteste Aufzeichnung über unsere Sattlerei stammt aus dem Jahr 1667. Seither wird das Handwerk in der Familie weitergegeben, seit 1901 am Kaiser-Josef-Platz. Das Foto zeigt Sattlermeister H. Winklmayr zwischen Kummeten, Zaumzeug und Rucksäcken, so wie die Welser ihre Sattlerei jahrzehntelang kannten.
„Die meisten Stücke haben mich gefunden, nicht umgekehrt. Vom Flohmarkt, aus dem Dorotheum, aus dem Keller von Bekannten. Ich habe sie nur aufgehoben.“
Georg Winklmayr, Sattlermeister in zehnter Generation
Ein Rundgang durch Haus und Hof
Bar und Terrasse
Im Museum darf man sitzen bleiben. An der alten Holzbar gibt es ausgewählte Weine, Liköre, Sekt vom Zapfhahn und ein handgebrautes Pils aus einer kleinen bayerischen Brauerei, dazu einen Teller mit Schmankerln. Im Sommer wird die Terrasse im Innenhof zu einem ruhigen Gastgarten mitten in der Stadt. Für Geburtstage, Lesungen, Firmenfeiern und sogar Trauungen kann das ganze Haus gemietet werden.
„Ein Museum, in dem man nicht sitzen darf, ist mir zu still. Hier soll man ein Glas trinken und sich die Geschichten zu den Stücken anhören.“
Georg Winklmayr, Sattlermeister in zehnter Generation
Besuch anfragen
Führung, Schulbesuch oder Feier im Museum? Schreib uns dein Wunschdatum und die Gruppengröße, wir melden uns persönlich.
Sattlermuseum Winklmayr
Kaiser-Josef-Platz 18, 4600 Wels
Telefon +43 7242 47127
verkauf@winklmayr.at